Die Entstehung des Square Dance

Square Dance entstand zu einer Zeit, als in den Vereinigten Staaten von Amerika Siedler aus vielen verschiedenen Nationen einwanderten. Aus den verschiedensten Tänzen der jeweiligen Heimat der Siedler wurden Teile "herausgenommen", namentlich benannt und neu zusammengefügt. Die Choreografie dieser "Figuren" übernahm ein sogenannter Caller (Ausrufer, Ansager), welcher die einzelnen Figuren nach eigenen Vorstellungen kombinierte, so dass ein flüssiger Tanz entstand. Jeweils 4 Tanzpaare bilden einen Square (Quadrat). Diese 8 Tänzer bleiben während des Tip (Tanzabschnitt) zusammen. Ein Tip dauert ca. 15 min.

Auch heute noch nimmt die Freude am Tanzen und der damit eng verbundenen Geselligkeit den höchsten Stellenwert ein; Turniere bzw. Wettkämpfe gibt es nicht. Die Square Dance Veranstaltungen "unserer Zeit" spiegeln ein sportlich fröhliches Zusammensein vieler Gleichgesinnter mit zum Teil auch unterschiedlicher Nationalität wieder.

Die bereits erwähnten Figuren sind heute Inhalt verschiedener Tanzlevels: Der in unseren Breitengraden übliche Level "Mainstream" umfasst 69 Figuren. Für Tänzerinnen und Tänzer mit gehobenen Ansprüchen stehen noch weitere Schwierigkeitsgrade wie Plus, Advance und Challenge zur Verfügung.

Voraussetzungen
Die Benennung der Tanzfiguren ist weltweit gleich, da hierfür einheitliche (engl.) Bezeichnungen gewählt wurden. Englischkenntnisse sind daher sehr hilfreich, aber nicht unbedingt Voraussetzung. Keine Angst, die Erläuterungen der Figuren finden selbstverständlich in deutscher Sprache statt.

Ein gewisses Maß an körperlicher und geistiger Beweglichkeit sollten die Akteure mitbringen, da der Square Dance vom flüssigen Ablauf der vom Caller choreografierten Figuren mit einer schnellen Umsetzung durch die Tänzer lebt. In der Praxis bereitet das jedoch weder Kindern mit einem Alter ab ca. 7 Jahren, noch älteren Interessierten mit zum Teil über 60 Jahren Probleme. Aus den genannten Gründen ist auch verständlich, dass bis zum Ende der Tanzveranstaltung keine alkoholischen Getränke ausgeschenkt werden. Das körperliche und geistige Reaktionsvermögen würde durch den Genuss von Alkohol nur leiden. In aller Regel findet nach dem Tanz die sog. "Afterparty" statt, bei der die Tänzer in zum Teil schon familiärer Athmosphäre bei Bedarf das eine oder andere alkoholische Getränk "nachholen". Auch hier ist gemütliches Beisammensein Trumpf.

Square Dance lernen und ausüben
Frei nach dem Motto "vor den Erfolg haben die Götter den Schweiss gesetzt", werden die bereits angesprochenen 69 Figuren erlernt. Zu diesem Zweck werden Kurse angeboten. Die "Ausbildung" besteht aus einem wöchentlich, an einem Abend stattfindendem Kurs, welcher mit einem Abschluss (Graduation) endet, einer Art Nachweis, dass man das Gelernte verinnerlicht hat. Hat man dieses Zertifikat in der Tasche, kann man einem der zahlreichen Clubs beitreten.

Die Mitgliedschaft in einem der Clubs berechtigt jeden Tänzer, weltweit an allen Square Dance Veranstaltungen teilzunehmen. Diese Veranstaltungen werden einerseits im örtlichen Rahmen wie z. B. mittels regelmäßig stattfindender Clubabende durchgeführt, wie auch in durchaus imposanteren Größenordnungen auf überregionaler Ebene abgehalten. So ist es keine Seltenheit, dass zu diversen Treffen 600-1.000 Squaredancer zusammenkommen um ihrem gemeinsamen Hobby nachzugehen.

Unter Squaredancern ist es durchaus üblich sich von Zeit zu Zeit zu besuchen. Diese Besuche können sowohl den unmittelbar und mittelbar benachbarten Clubs gelten (vielleicht existieren sogar mehrere Clubs in einer Stadt) oder auch weit enfernteren im Nachbarland; seltener den auf der anderen Welthalbkugel ansässigen Clubs z. B. in Australien. Auch hier gilt: die Reiselust ist optional, keineswegs ein Muß.

Kleidung
Der Frage der Kleidung muß sich ein Anfänger nicht stellen: im Rahmen der Class kann man in üblicher Straßenkleidung erscheinen.

Zu jung, zu alt?
Eine Altersbeschränkung der Tänzerinnen und Tänzer besteht (fast) nicht; Kinder ab ca. 7 Jahren sind hierbei ebenso in der Lage die einzelnen Figuren zu tanzen wie auch ältere Interessierte mit über 60 Jahren. Voraussetzung sind allerdings körperliche und geistige Beweglichkeit, da die vom Caller zum Teil in rascher Folge ausgerufenen Figuren vom Tänzer aufgenommen und unmittelbar danach in die (richtige) Bewegung umgesetzt werden müssen.

Text - mit leichten Veränderungen - von der Seite der Magic Circles, Mönchengladbach